Ausstellungsbesuch der Ackermäuse in der Galerie Geyso20
„GLEICH ABER ANDERS“ ‐ Kunst im Blick der Outsider Art
Am Mittwoch, den 15.08.2018 ist es endlich wieder soweit und wir unternehmen einen Ausstellungsbesuch. Es geht ins Atelier von Geyso20, hier arbeiten KünstlerInnen mit Beeinträchtigung (Handicap) das ist schwierig jungen Kindern zu erklären aber einfach, wenn kleine Kinder diesen Menschen begegnen. Wie bei allem sind sie neugierig und nicht voreingenommen. Doch erst müssen wir für den Ausflug startklar werden. Mehr Kinder wollen mit, als dass wir mitnehmen können und wer geht mit wem in der Zweierreihe ist auch schon eine Herausforderung. Doch wir schaffen das und gehen zu Fuß bis zum Bahnhof; einer geht mit hängender Zunge und großen Schritten, wie ein Eisbär, das ist Basti. Die Nummer vier eins neun ist der Ring-Bus und fährt rund um Braunschweig, einige Kinder kennen ihn. Bei dem Naturhistorischen Museum steigen wir aus, da sind Dinos, alte Bekannte einiger Kinder. Diesmal gehen wir auf die andere Straßenseite, in die Geysostraße 20. Daher kommt der Name des Ateliers. Wir werden bereits erwartet, als wir die Tür zur Galerie aufmachen, von Frau Dr. Kaselow. Wir überrumpeln sie etwas mit der Bitte, erst ein Picknick machen zu dürfen. Die Kinder haben Rucksäcke mit gesundem Picknick dabei. Die „Reise“ bis hierher war schon so anstrengend, dass die Kinder hungrig sind…. und hungrigen Kindern kann man nicht lange was erzählen… Wir gehen ins Atelier eine Treppe hoch zu den KünstlerInnen, die uns schon erwarten. Einige KünstlerInnen vermissen die Kinder, die letztes Mal dabei waren, doch die sind in der Zwischenzeit schon alle in der Schule. Sobald die Kinder ihre leckeren Brot – und Obstdosen aufmachen kommen Wespen angeschwirrt und ein ruhiges essen ist kaum mehr möglich. Also schnell zu Ende essen.
Was ist das denn auf dieser Zeichnung? Das gibt es doch in echt nicht wirklich, oder?? Es ist ein Fisch mit Menschenbeinen. Hier werden Dinge gezeichnet und gemalt, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt, meint Frau Kaselow und manchmal gibt es dies wirklich. Zum Beispiel auf dem nächsten Bild gibt es Menschen, die sind halb Frau und halb Mann. In derAteliernische von Mahalia Heydemann treffen vor allem die Mädchen auf Bekanntes „Ariel“ wird gleich erkannt, so akurat gemalt und mit Farben in Silber und Metallic. Eine Ateliernische weiter, malt Murat Akay, es leuchtet in rot, ein warmes Gefühl erfasst uns, sobald wir in die Nische eingetreten sind. Murat ist einsehr fleißiger Maler, da gibt es stapelweise Bilder. Aufgehängt ist ein merkwürdiges Sujet, das kommt immer wieder vor, was könnte das sein? Nein keine Antilope, keine Ente es ist ein Hase, aber der sieht auswie ein Mensch, eine Frau mit großen Ohren.
Mayleen ruft mich zu einem anderen Bild, kuck mal die tanzt in der Luft. Das ist Rapunzel mit einer Schlange und weiter geht’s in die Galerie, eine Treppe tiefer. Hier setzen wir uns in einem Kreis hin und Frau Eberhard gibt den Kindern eine Aufgabe: Ihr sucht Till Eulenspiegel… sofort wird gerufen, ich hab ihn schon gefunden! Doch dieser Till ist nicht gemeint, es ist das „Sparschwein“ der Galerie auf dem Till sitzt. Ihr sollt den Till in den Bildern suchen und wer ihn gefunden hat darf es nicht verraten, sondern kommt leise zurück und beschreibt uns das Bild. Eric kommt als erster zurück: Der kann tanzen, auf einem Pferd, das sieht aus wie ein Zebra. Andere Kinder ergänzen: Er trägt 2 Ringe, er hat Schellen an und die Schuhe gehen vorne hoch. In der Hand hat er einen Spiegel. Matteo meint, vielleicht kann er so seinen Hut sehen!
Tristan bemerkt, es sieht so aus, als ob er drei Arme hat. Alle versuchen so zu stehen, wie Till, auf einem Bein, die Arme hoch und sich noch drehen. Das ist ganz schön schwierig. Im Bild gibt es eine Manege, warum ist das so im Zirkus? Tristan: So können die Zuschauer und Fans zukucken, die Manege ist ganz hell und Eric meint, der Künstler bringt die Zuschauer zum Lachen, zum Beispiel die Clowns. Die machen den Kopfstand oder verdrehen die Hände, fällt Mia ein.
Die nächste Aufgabe: Die Meerjungfrau suchen! Die Kinder gehen wieder los und Tristan dreht sich nur um und sieht sie gleich. Im Original war es eine Venus, der Künstler hat diese vom Originalbild abgezeichnet und aus der Venus eine Meerjungfrau gemacht. Nun ist genug gekuckt alle Kinder wollen schon lange selber zeichnen. Es soll etwas Rotes, Rundes gezeichnet werden. Frieda meint beim Zeichnen: Ich male ganz langsam, dann vermischen die Farben nicht. Emma zeichnet ein Erlebnis, sie hat ihre Uhr verloren. Man sieht die Sonne, eine rote Uhr und die Straße, da bin ich über die Straße gegangen und habe die Uhr verloren.
Es ist schon 11:30 Uhr, die Zeit ist im Fluge vergangen und es geht zurück in den Kindergarten.